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Marienkapelle

Ottenstein, Am Sportplatz 2, am Ortsausgang Richtung Vreden

Zur Entstehung der Kapelle gibt es keine eindeutig gesicherten Erkenntnisse sondern lediglich überlieferte Geschichten.

Demnach wurde die einschiffige Kapelle im Jahre 1791 im Stil der Renaissance erbaut. Vorher stand dort an dem Weg nach Vreden seit 1748 ein Wegkreuz.

Im Giebel über der Eingangstür kragt ein ornamentierter Konsolstein hervor, auf dem ein lateinisches Kreuz ruht. An das Kreuz ist der barock ausgeformte Körper des Erlösers geschlagen.

Im Innern der Kapelle ist am Altar (Inschrift 1740) eine barocke Darstellung der von sieben Schwertern verwundeten Schmerzensmutter zu sehen.

Auf den in der Kapelle angebrachten bronzenen Gedenktafeln sind die in den beiden Weltkriegen Gefallenen und Vermissten verzeichnet.

Die Kapelle diente in früheren Zeiten als Station auf dem Pilgerweg zum Stadtlohner Hilgenberg.

Bei der jährlich von der Kirchengemeinde durchgeführten Fronleichnamsprozession wird der Sakralbau noch heute als Station genutzt.

Die Marienkapelle und Giebelkreuz sind in der Denkmalliste der Stadt Ahaus eingetragen.

Der Ottensteiner Friedhof, der zum Zeitpunkt der Errichtung der Kapelle noch auf dem Kirchhof der Pfarrkirche St. Georg gelegen war, wurde erst im Jahre 1808 zur Marienkapelle hin verlegt.